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Es sollen nur ein paar Gedanken sein, die ich da niederschreibe.

Jedem angehenden Autor wird ein Lektorat empfohlen. Bestimmt sehr oft notwendig. Wenn ich dann allerdings Texte lese wie: “..und sie starrt auf ihren Wecker. Die roten Leuchtziffern verraten ihr, dass es 6.30 Uhr ist.”, dann frage ich mich, warum die Lektorin (es sind heutzutage meist nur Damen, die lektorieren, warum interessiert sich kein LektOR für diese Tätigkeit), diesen Satz nicht rot unterstreicht. Auf der Uhr sieht man, dass es 6.30h ist. Die Uhr verrät kein Geheimnis.

Wenn ich so etwas bei einer e-book Textprobe lese – und es folgen weitere ähnliche Beispiele, die die Qualität des Textes und somit den Schreibstil des Autors mindern – dann höre ich auf, weiter zu lesen.

Warum korrigiert die Lektorin diesen unbeholfenen Satz nicht. Warum steht im Text nicht: “Sie starrt auf ihren Wecker. Es ist 6.30 Uhr.” Die rote Zahl der Leuchtziffern wird in der Folge des Romans bestimmt keine weitere Rolle spielen.

Ich habe schon sehr gute Leseproben von e-book Autoren gelesen. Da stand nicht unbedingt, dass der Text lektoriert wurde. Andererseits gibt es Printausgaben von bekannten Autoren, bei denen bestimmt auch keine Lektorin reingelesen hat, da  ‘Formulierungsschwächen’ nicht korrigiert wurden.

Wenn also ein ‘Jungautor’ schon Geld für ein Lektorat bezahlt, dann soll das Lektorat fachlich gut ausgeführt werden. Wenn sich ein Verlag solche Schwächen gestattet, bitte, dann geht es nicht auf Kosten des Autors. Und wenn die Lektorin zu viele Stilschwächen sieht, dann soll sie dem Autor ehrlich sagen, wenn ein gutes Produkt rauskommen soll, dann müsse sie es selbst schreiben. Ansonsten ist der unbekannte hoffnungsvolle Autor nur eine Melkkuh.

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