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Mit Gral meine ich den Agenten oder Buchverlag.

Den Verlag wollen wir im Augenblick ausklammern. 1 zu 1.000 (da greife ich sehr tief), dass ein unaufgefordertes Manuskript das Interesse eines Lektors erreicht. Meist wird es schon von Germanistik-Studenten aussortiert, die sich, wenn nicht schon als Gott, so aber als Erzengel vorkommen.

Nein, ich meine den Agenten, der vor mehr als 15 Jahren in Deutschland noch nicht in dem Umfang des Mittlers zwischen Hoffnung und Entscheidung agierte, der selbst noch Manuskripteinsendungen beantwortete. Und da gibt es jetzt mehrere gute Agenten, die allerdings ein beachtliches Corps von Unteragenten bereit halten, die eben auch lieben Gott spielen. Diese Rolle wollen übrigens viele Menschen auf der Welt haben. Und da geschieht es schon öfters, dass einem Autoren-Newcomer ein Agenturvertrag angeboten wird und das neue Mitglied nach dem zweiten Buch nicht mehr die Hoffnung erfüllt, die der Agent in ihn/sie gesetzt hat. Papierleichen eben, die man mitschleifen muss. Oder das Dahindümpeln der Mittelmäßigkeit, wie es Hans Magnus Enzensberger einmal formuliet hat. Merkt man dann auch auf dem Buchmarkt.

Also, was soll ein noch nicht entdeckter Autor tun?

Schreiben, versuchen feedbacks zu erhalten (unbedarfte Gegenleser entdecken bald eine Schwäche – lest die Danksagungen vieler Autoren, die ein ganzes Heer von Helfern mobilisieren, um Fehler auszumerzen) und vor allem DIE HOFFNUNG NICHT AUFGEBEN, DASS MAN DEN HL. GRAL DOCH NOCH FINDET.

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